Halloween ist ohne Kürbisse gar nicht denkbar. Sie leuchten mit gruselig geschnittenen Gesichtern, sie dienen als Tischdekoration und natürlich werden sie auch fleißig gegessen. Besonders schmackhaft ist der Kürbis als Suppe, die man direkt aus dem ausgehöhlten Kürbis löffelt.

Hier ist ein pikantes Rezept aus Muskatkürbis für vier Personen.
Zutaten
- 1 Stück Muskatkürbis von etwa 800 Gramm
- 4 kleine Hokkaidokürbisse
- 2 Schalotten
- Ein daumengroßes Stück frischer Ingwer
- 50 Gramm Kürbiskerne
- Kürbiskernöl
- 50 Gramm Butter
- 0,3 l Sahne
- 0,8 l Gemüsebrühe
- 200 Gramm Crème Fraiche
- 2 cl Balsamicoessig, weiß
- 4 cl Gin
- Ein Esslöffel Zucker
- Salz und Pfeffer
- Muskatnuss
Zubereitung: Muskatkürbis mit Gin und Ingwer
Putze und schäle den Muskatkürbis und schneide das Kürbisfleisch in Stücke von einem Zentimeter. Schäle und würfle auch die Schalotten, schäle das Stück Ingwer und reibe es sehr fein.
Erhitze die Butter in einem Topf und schwitze darin die Schalotten an, bis sie glasig sind. Füge den Zucker hinzu und lasse ihn unter ständigem Rühren leicht karamellisieren. Gib nun die Kürbiswürfel in den Topf und schwitze auch diese leicht an.
Füge jetzt den Ingwer, die Sahne und die Crème Fraiche hinzu, lösche alles mit der Gemüsebrühe ab. Würze mit Salz und Pfeffer und lasse das Kürbisfleisch gar köcheln.
Heize deinen Backofen auf 180 Grad Celsius vor. Bereite nun die Hokkaidokürbisse vor. Schneide dazu den Deckel ab und höhle die Kürbisse vorsichtig aus. Lasse etwas Fruchtfleisch in der Schale und achte darauf, dass du diese nicht verletzt. Wenn die Kürbisse nicht ganz sicher stehen, kannst du den Boden etwas begradigen.
Röste die Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne, bis sie duften.
Den weichgekochten Muskatkürbis pürierst du nun mit einem Stabmixer und passierst ihn durch ein Sieb in einen anderen Topf. Schmecke die Suppe nun mit dem Balsamico, dem Gin, Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss ab.
Nimm die kleinen Hokkaidokürbisse aus dem Backofen und fülle die Kürbissuppe hinein. Streue die Kürbiskerne darüber und dekoriere die Suppe mit einem angedeuteten Spinnennetz aus Kürbiskernöl, das du über die Suppe träufelst. Setze die Deckel auf die Kürbisse und serviere deine Suppe.
Die angewärmten Kürbisse mit Deckel halten deine Suppe schön warm, und das Spinnennetz aus Kürbiskernöl auf der Oberfläche verleiht der Suppe einen sehr schön nussigen Geschmack. Ein perfekter Einstieg in ein Halloweendinner.

Dekorationsideen für das Servieren der Kürbissuppe
Die Kürbissuppe an sich schmeckt schon phantastisch, aber das richtige Halloweenfeeling kommt natürlich erst mit der passenden Dekoration auf. Vergiss doch einmal die Farbe Orange und setze auf Schwarz-Weiß-Rot. Gothic-Feeling mit einem Hauch von Blut ist garantiert.
Besorge dir eine Tischdecke aus schwarzem Samt oder seidig glänzendem Taft. Auf diese Decke kannst du dann mit einem Leuchtstift in Weiß ein schönes Spinnennetz aufzeichnen.

Ebenfalls sehr morbid: falsche Spinnennetze aus zerrissener Schleiernessel. Schleiernessel ist ein hauchdünnes Gewebe aus Baumwolle, welches man kunstvoll zerreißen und mit falschen Mottenlöchern versehen kann. Diese Spinnwebfetzen kannst du dann zusätzlich auf dem Tisch oder im Raum drapieren.
Weiße „blutverschmierte“ Kerzen erzeugen den gewünschten Gruseleffekt. Platziere einige weiße Kerzen in Kerzenhaltern. Dann entzündest du eine rote Kerze (sie sollte allerdings durchgefärbt sein). Lasse nun von der roten Kerze Wachs entlang deiner weißen Kerzen tropfen – der blutige Effekt ist schaurig-schön.

Der absolute Knaller: Eiswürfel mit einem blutigen Auge für die Drinks – und das noch vegetarisch-gesund. Du benötigst dazu Radieschen und grüne Oliven. Von den Radieschen schabst du die rote Haut ab, lässt aber einige Flecken stehen, sodass sie etwas blutig und wie mit Adern durchzogen wirken. Dann schneidest du in jedes Radieschen eine kleine Höhlung – das geht sehr gut mit einem Kugelformer, wie man ihn für Melonen benutzt. In diese Höhlung presst du die Olive, dann gibst du alle so präparierten Radieschenaugen in einen Eiswürfelbehälter.
Wenn du der wirklich böse Halloweenschreck bist, so solltest du deine Untaten auch demonstrieren. Dazu kann ein simples Kinderspielzeug dienen – beispielsweise Puppenköpfe. Diese kann man mit etwas Phantasie so bemalen, dass sie wie Zombieköpfe oder die gequälten Opfer eines Unholdes aussehen. Weiß bemalt mit einer Schusswunde, blutig rot mit leeren Augen – tobe dich aus und verstreue die Köpfe deiner Opfer auf dem Tisch.
Als zentrales Dekorationsstück deiner Halloweentafel kannst du einen weißen Kürbis nutzen. Diesem malst du mit schwarzer Farbe ein weiteres Spinnennetz auf und platzierst darauf eine oder mehrere Gummispinne. Bei schummriger Kerzenbeleuchtung wirken diese erstaunlich echt.
Bei diesem Gruselfeeling wird deine Suppe gleich noch einmal so gut schmecken, zumal wenn die Augeneiswürfel in blutrot eingefärbten Drinks schwimmen. Guten Appetit!
Wissenswertes zum Kürbis als Speise
Viele fragen sich natürlich, warum sich gerade der Kürbis zum absoluten Halloweenliebling gemausert hat. Er wird kunstvoll zu Laternen zurecht geschnitzt, man isst ihn als Suppe, in Kuchenform oder als Gemüsebeilage, das ganze Haus wird innen und außen damit dekoriert. Diese Beliebtheit verdankt der Kürbis verschiedenen Eigenschaften.
Manche davon sind ganz prosaisch. Der Kürbis wird im Herbst geerntet. So war es nur natürlich, dass in Amerika statt der Rübe, wie sie in Europa für die Laternen benutzt wurde, der Kürbis herhalten musste. Denn der Brauch, zu Herbstbeginn aus verschiedenen Früchten Laternen zu schnitzen, ist schon sehr alt und kommt ursprünglich aus Europa. Die Fratzen der Laternen sollten dabei die bösen Geister abwehren, die zu Beginn der dunklen Jahreszeit ihr Unwesen trieben.
Zudem ist der Kürbis sehr haltbar, die Dekorationen fallen also nicht schon nach ein paar Tagen auseinander. So kann man die Zeit bis zur Weihnachtsdekoration sehr schön mit den Kürbissen gestalten. Sie sind auch so kompakt und wasserfest, dass sie sich sogar als Vase nutzen lassen.
Außerdem ist der Kürbis – es gibt ihn in einer Vielzahl an Formen, Farben und Geschmäckern – nicht nur gesund, sondern auch sehr schmackhaft. Kein Wunder, dass man aus dem Fruchtfleisch der ausgehöhlten Laterne ein wohlschmeckendes Gericht zubereiten wollte. Dadurch wurden gleich mehrere Zwecke erfüllt und nichts verschwendet.

Der Kürbis ist auch eine Frucht, die das Bedürfnis nach Rekorden exzellent befriedigen kann. Weltweit streben die Kürbiszüchter nach neuen Rekorden, die sich mit keinem anderen Gemüse erreichen lassen. Bisher wird der Weltrekord von einem Kürbis gehalten, der sagenhafte 821 Kilogramm auf die Waage bringt – das reicht auch für eine sehr große Party mit Kürbissuppe.
Quelle: Rezept für die Kürbissuppe








